Was ist dran an Google+ ?

Nachdem facebook seine Mitgliederzahl von 2008 auf 2011 um das sechsfache gesteigert hat – mittlerweile sind es 600 Millionen NutzerInnen – sind soziale Netzwerke mehr denn je in aller Munde.
Google hat seine Dienste ordentlich aufgemöbelt. So kann mit Google Maps mittlerweile nicht mehr nur die Reiseroute geplant werden, sondern auch das Wetter vor Ort abgefragt werden. Viel interessanter aber noch ist das neue soziale Netzwerk von Google: Google+, in das bislang nur jemand Zutritt erhält, der/die eine Einladung eines/r NutzerIn erhält. – Trotzdem: im Juli 2011 waren bereits 20 Millionen NutzerInnen registriert!

Was ist anders als bei facebook/ Was ist besser?

    • Personenkreise: Es gibt mehr als FreundInnen, und zwar Familie, Bekannte, Personen denen nur gefolgt wird, aber mit denen man keine Informationen teilt, und auch weitere Kreise für die Informationsweitergabe können selbst erstellt werden = Großes PLUS!
    • Übersichtlichkeit!!! Nachrichten/Status der anderen lassen sich filtern – z.B. nur FreundInnen anzeigen = Großes PLUS!
    • Zusatzfunktionen: Videochat (Hangouts) und Nachrichten lesen (Sparks)
    • Eigene Statusmeldungen (Stream) lassen sich ganz leicht und übersichtlich für bestimmte Personengruppen eingrenzen!  = Riesiges PLUS!
    • Große Übersichtlichkeit, welche Inhalte für welche Personen sichtbar sind = Großes PLUS!
    • Wer eingeloggt ist, kann gleichzeitig auch alle Funktionen ihres/seines gmail-Kontos nutzen (Mail, Chat, Kalender, Dokumente hochladen….)
    • Fotoalben sehen nun superstylisch aus und bieten größere Bildausschnitte.
    • Für Spiele gibt es einen eigenen Kanal. FreundInnen werden also nicht mit Spiele-Nachrichten genervt, wenn sie sich nicht dafür interessieren.
    • „Freundschaften“ beruhen nicht auf Gegenseitigkeit. So bestimmt jede/r selbst, wer in welchen Personenkreis (Freund/Familie/Bekannte/Nur folgen) eingeordnet wird. Ich kann also bei Bedarf alten SchulkollegInnen nachspionieren, muss sie aber nicht an meinem Privatleben teilhaben lassen. Wieviel die Person dann mich „sehen“ lässt, entscheidet sie selbst.

Vorraussetzungen

    Wer bei Google+ einsteigen will, braucht ein Google-Konto, sprich eine gmail-Emailadresse.

Nachteile und Kritik

  • Noch ist Google+ eine Testversion, und Fotoalbum lassen sich beispielsweise noch nicht bearbeiten – z.B. die Reihenfolge der Fotos oder das Titelbild.
  • Pseudonymverbot. Viel wird derzeit im Internet über das Verbot der Nutzung von Pseudyomen auf Google+ diskutiert. Alle sollen sich mit ihrem echten Namen registrieren. Gerade wenn es um freie Meinungsäußerung geht, sehen hier viele DatenschützerInnen ein Problem. Google+ sperrt im schlimmsten Fall die Konten mit Pseudonymen und verweigert den NutzerInnen auch andre Anwendungen!
  • Google ist eine der großen Datenkraken schlecht hin. In Kombination mich Echtnamen der NutzerInnen steht Google die Welt der Vermarktung von NutzerInnen-Daten offen.

Derzeit werden offene Briefe an Google+ wegen der Pseudonymproblematik verfasst und facebook hat inzwischen reagiert, und eine übersichtlichere Schaltfläche eingefügt, um Statusmeldungen ebenfalls für einen bestimmten Personenkreis einzuschränken.

Und sonst: Wer sich für das Ausprobieren von Google+ interessiert…ich habe noch 150 Einladungen zu versenden (Spiele gibts dort auch). 🙂

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Über akzente

www.akzente.or.at
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