Die Macht des Internet – Revolutionen und Co?

Revolutionär…

Seit der Revolution in Ägypten und das Lahmlegen des gesamten Internets vor Ort, wurde in den Medien des öfteren die Frage gestellt, welche Macht das Internet eigentlich habe. Und immer wieder mal tauchten die Wörter Facebook und Twitter auf, Plattformen, über die sich die revoltierende Masse vernetzt haben soll.

Eines ist klar: Eine Revolution braucht Kommunikation. Und Youtube-Videos und online Aufrufe zum Protest sind da ein gutes Mittel um den Auftstand zu schüren. Dennoch: es braucht erstens den Zugang zu diesen Medien und zweitens natürlich auch realen Protest. Klar, dass im arabischen Raum, wo die Menschen ohnehin wenig Freiräume haben, aber auch der virtuelle Raum überlebenswichtig ist. Das Zusammenspiel von Facebook, Handys, Youtube usw. kann hier schon einen entscheidenden Beitrag leisten. Trotzdem, das Internet ist nicht alles.

Siehe auch: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14821518,00.html

WikiLeaks…

Ebenso heftig diskutiert wurde im letzten Jahr WikiLeaks, eine Webseite, die geheime Dokumente veröffentlicht. Warum? Vieles das vertraulich ist, ist es deshalb, weil es der Zensur zum Opfer fällt, oder weil damit etwas vertuscht werden soll. Die BetreiberInnen von WikiLeaks sind der Meinung, dass es ein öffentliches Interesse gibt, über derartige Vorgänge informiert zu werden. Ganz klar, dass sich einige Regierungen davon auf den Schlips getreten fühlen. Darum haben zB 2009 China, Israel, Nordkorea, Russland, Simbabwe und Thailand den Zugang zu WikiLeaks im Land gesperrt. Aktuell (2011) ist WikiLeaks von Thailand aus zu erreichen.

Der Name WikiLeaks ist übrigens eine Anknüpfung an Wikipedia, wo eben alle möglichen Informationen gesammelt und von verschiedensten Personen zusammengetragen werden. Leaks sind Löcher, Lecks. Das heißt, es sickern einfach Informationen durch. Solche waren bisher zB:

  • der Minton-Report über toxische Abfälle in der Elfenbeinküste,
  • ein Entwurf des geheimen Abkommens zwischen der Europäischen Union und den USA zur Auswertung und Weitergabe europäischer Bankdaten an die USA,
  • Nachrichten von Funkmeldeempfängern (Pagern) am Tag der Terroranschläge am 11. September 2001,
  • E-Mails von Wissenschaftlern der Climatic Research Unit der University of East Anglia,
  • Auszüge aus den geheimen Verträgen und einen Feldjäger-Report zu einer umstrittenen Bombardierung zweier Tanklaster in Afghanistan
  • uvm

Für internationales Aufsehen sorgte am 28. November 2010 die Veröffentlichung von rund einer Viertelmillion diplomatischer US-Berichte über zahlreiche Regierungen und deren Mitglieder in aller Welt. Sie wurde als Cablegate bekannt. Bis zum 15. Januar 2011 waren 2.428 Dokumente veröffentlicht. (Quelle Wikipedia)

Protest in Östererich?

Natürlich können all diese Internetwerkzeuge auch für Österreich an Bedeutung gewinnen. Wer weiß was auf WikiLeaks als nächstes veröffentlicht wird, welches Youtube-Video als nächstes auftaucht, oder zu welchem Protest per Facebook und Twitter aufgerufen wird. Dieser Tage machen sich vor allem sehr viele NGOs wie zB SOS-Mitmensch die Plattform Facebook zunutze, in dem Sie Personen zu verschiedenen Demonstrationen oder Protestmails anregen. Viel funktioniert mittlerweile schon mit ein paar Klicks, und ein Beschwerdemail an das Ministerium ist im Nu verschickt.

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Über akzente

www.akzente.or.at
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