Kindersicher Suchen im Internet

Wir alle waren mal klein, fanden Doktorspiele lustig und haben uns natürlich auch brenndend dafür interessiert, was denn beim Küssen passiert oder was das Wort Sex bedeutet. Daran hat sich nicht viel geändert, wohl aber an den Möglichkeiten, dies herauszufinden. Und wer einmal bei Google auch nur das Wort „Busen“ eingegeben hat, landet damit zweifelsfrei viele Treffer auf einschlägigen Seiten – besonders bei der Bilderssuche. Niemand möchte, dass seine Kinder Zugang zu Internetpornografie bekommen, trotzdem passiert dies viel zuleicht. Und wenn nicht am PC, dann am Handy.

Was können Sie als Eltern tun?

1.) Google Suchmaschine auf Safe-Search stellen (über Erweiterte Suche). – Dies ist allerdings kein kompletter Schutz.

2.) Ändern Sie überhaupt die Startseite auf eine kindersichere Suchmaschine zb. www.fragFinn.de oder www.blinde-kuh.de – hier können Ihre Kinder auch Wörter wie Sex eingeben und erhalten kindgerechte Antworten – probieren Sie es aus!

3.) Wenn Sie Seiten kennen möchten, auf denen alle möglichen Inhalte kindgerecht präsentiert werden, legen Sie Favoriten mit Ihren Kindern gemeinsam an – viele Tipps und interessante Links finden Sie über die Initiative Kindermedienland.

4.) Informieren Sie sich über die Auswirkungen von Internetpornografie und die aktuelle Realität über deren Konsum. In den letzten 10 Jahren hat sich wahnsinnig viel in diesem Bereich getan. Informationen über Internetpornografie und Ihre Wirkung finden Sie durch drücken auf diesen Link, sowie Pubertät und sexuelles Begehren hier.

5.) Hier eine Zusammenstellung von Beratungsangeboten im Netz, telefonisch usw. für Kinder, Jugendliche, Eltern und PädagogInnen. Hier klicken!

6.) Auch wenn es unangenehm ist: Reden Sie mit Ihren Kindern über dieses Thema. Den Zugang zur Internetpornografie können Sie erstens ohnehin nicht komplett verhindern, aber den Umgang damit können Sie beeinflussen. Weiteres sollten Sie sich dessen bewusstsein, dass Missbrauch keine Ausnahmeerscheinung ist. Die Dunkelziffern sind erschreckend hoch, und der gefährlichste Ort für Kinder diesbezüglich ist leider ihre eigene Familie. Dann spielen oft zwei Faktoren zusammen, die begünstigen, dass viele Menschen überhaupt ihre Leben lang nicht darüber sprechen und diese traumatische Erfahrung nicht verarbeiten können – 1.) Kinder können noch nicht einordnen, was das ist, und was „normal“ ist und was nicht – ebenfalls nicht beim Konsum von Pornografie, 2.) das was als „normal“ oder „in Ordnung“ gesehen wird, wird nocheinmal stark dadurch beeinflusst, ob Bezugspersonen damit in Verbindung stehen.  – Wie gehen Sie es an? Hier ein Selbsterkundungsbogen als Hilfe, sich erst mal selbst mit dem Thema auseinander zu setzen.

7.) Klicksafe hat für die Jugendarbeit eine Broschüre mit dem Titel „Let’s talk about Porno“ herausgegeben.  Sie ist kostenlos über das Internet bestellbar, Sie können sich die Einzelteile auch selbst herunterladen. Auf jeden Fall finden Sie auch als Eltern hilfreiche Informationen: Hier!

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Über akzente

www.akzente.or.at
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